Damals in Ostpreußen (1/2) Bollwerk im Osten (Doku)

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Ostpreußen – ein Land der Gegensätze. Ein Agrarland, das für die meisten nur ein karges Dasein bieten kann. Daran ändern auch finanzielle Strukturhilfen der Weimarer Republik nichts – zumal sich Bauernfunktionäre die Gelder in die eigene Tasche stecken. Die Kleinbauern gehen oft leer aus. Ganz anders lebt der ostpreußische Adel. Nirgendwo sind die Gutshöfe prächtiger, die Ländereien weitläufiger und der Standesdünkel ausgeprägter. “Ich lebte in einer fest gefügten Welt, ich kannte es nicht anders”, erinnert sich Hans Graf zu Dohna, Spross eines der ältesten Adelsgeschlechter in Ostpreußen. Das alte Ostpreußen. Grandiose Landschaften und Ostseestrände, Trakehner Pferde und der sinnbildliche Elch. Die Menschen aus dem Deutschen Reich kennen die Region als Sommerfrische. Wer es sich leisten kann, fährt mit dem “Seedienst” ans Frische Haff oder an die Kurische Nehrung. Und die Politik verklärt Ostpreußen zum Bollwerk, zum Vorposten des Deutschen Reiches im Osten. Ostpreußen ist seit dem Versailler Vertrag durch den sogenannten polnischen Korridor vom Reich getrennt. Das schürt Ressentiments gegen den polnischen Nachbarn. Es lebt aber noch ein Stück Toleranz. Die masurische Sprache, der polnischen sehr ähnlich, wird gepflegt, Königsberg ist immer noch ein geistiges Zentrum. Doch die Menschen wenden sich einem neuen Propheten zu: Adolf Hitler. Die Nationalsozialisten versprechen die “nationale Auferstehung”, schüren den Frust über die Demokratie. Mit Erfolg: Bei den Wahlen 1932

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